Triathlon in Köln abgesagt – und jetzt?

 

Sie lieben es sich sportlich zu betätigen. Schwimmen, Laufen und Rennradfahren sind ihre Leidenschaft? Sie sind gerne in der Natur und sind immer auf der Suche nach einem sportlichen Abenteuer. Sportevents, wie Marathon oder Triathlon, wecken ihre Interesse?

Dann ist es um so ärgerlicher, wenn solch eine Veranstaltung aufgrund organisatorischer Fehler und Versäumnissen spontan und kurzfristig abgesagt wird. Triathlon, die Ausdauersportart, die aus mehreren Disziplinen besteht. Schwimmen, Radfahren und Laufen, machen den besonderen Reiz aus und sind nacheinander und in genau dieser Reihenfolge zu absolvieren.

Sie haben monatelang auf dieses besondere Event hin gefiebert und ihr gesamtes Training darauf ausgerichtet? Sie wollten gerade die Startunterlagen abholen und erfahren erst vor Ort, dass die Veranstaltung abgesagt ist. Vielleicht haben Sie auch erst aus dem Internet von der Absage erfahren.

Sicherlich ist die Enttäuschung groß, wenn eine Absage der Veranstaltung kommt. Insbesondere wenn die Absage des Triathlons darauf beruht, dass der Veranstalter versäumt die Auflagen der Stadt Köln zu erfüllen.

Um eine öffentliche Veranstaltung durchführen zu dürfen, muss der Veranstalter eine Genehmigung bei der örtlichen Ordnungsbehörde beantragen. Die Ordnungsbehörde kann die Genehmigung der Veranstaltung von der Erfüllung verschiedener Auflagen machen. Diese Auflagen, die zu erfüllen sind, dienen insbesondere dem Schutz der Teilnehmer. Wenn eine Auflage nicht erfüllt wird, sind die genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt. Die Veranstaltung kann deswegen nicht  genehmigt werden. Da es tragischerweise im Jahr 2017 beim Triathlon in Köln zu einem Unglücksfall kam, ist es verständlich, dass die Behörde die Durchführung der Veranstaltung abhängig gemacht hat von verschiedenen Auflagen. Umso fraglicher ist es, weshalb der Veranstalter diese Auflagen nicht erfüllt hat, insbesondere nicht die Anzahl der geforderten Rettungstaucher gefunden hat.

Sie fragen sich welche Ansprüche Sie jetzt haben? Möglicherweise haben Sie Schadenersatzansprüche!

Grundsätzlich besteht beim Ausfall einer Veranstaltung ohne Ersatztermin Anspruch auf die Rückerstattung der Startgebühren. Hierfür ist unerheblich, aus welchem Grund die Veranstaltung abgesagt wurde. Der Erstattung des Tickets liegt der Veranstaltungsvertrag zugrunde. Dabei ist die rechtliche Einordnung – Dienst- oder Werkvertrag  – dem der Vertrag zugrunde liegt, nachrangig.  Damit haftet der Veranstalter bei der Nichterbringung der Leistung.

Viele Sportler nehmen längere Anreisen auf sich, um sich den Traum von einem Triathlon zu ermöglichen. Wenn man nicht zufällig in der gleichen Stadt wohnt, muss die Anreise, als auch die Übernachtungsmöglichkeit in einem Hotel organisiert und zumeist bezahlt werden. Fällt die geplante Veranstaltung aus und die Schuld liegt beim Veranstalter kann Schadensersatz für die Anfahrt und das gebuchte Hotel verlangt werden. Möglicherweise stehen ihnen auch weitere Ansprüche zu, beispielsweise für Verpflegungsmehraufwand, das veranstaltungsspezifische Team-Trikot, andere extra für diese Veranstaltung besorgten Gegenstände und Equipment.

Häufig ist allerdings schwierig zu ermitteln, inwiefern der Veranstalter schuldhaft gehandelt hat. Wenn aber der Veranstalter versäumt die notwendigen Auflagen der Behörden zu erfüllen, so ist davon auszugehen, dass ein schuldhaftes Vorgehen  des Veranstalters vorliegt.

Sollte für die Veranstaltung, für die ein Ticket erworben wurde, ein Ersatztermin angeboten werden, hat man das Recht, sein Ticket zurückzugeben. Man ist nicht verpflichtet dazu den Ersatztermin wahr zu nehmen.

Wird durch eine Klausel im Vertrag eine Rückgabe des Tickets ausgeschlossen, ist davon auszugehen, dass diese Klausel unwirksam ist. Wenn der gesamte Regress  im Vertrag ausgeschlossen wird, ist auch davon auszugehen, dass diese Klausel ebenfalls unwirksam ist.

 

Ungerechtigkeiten wie diese sind unsere Motivation. Gemeinsam mit unseren Partnerjuristen bewerten wir ihren Schadenersatz-Anspruch kostenlos. Kommt es zu einem Mandat, wird Ihr Anspruch – sofern notwendig – auch gerichtlich geltend gemacht. Wir übernehmen dann alles für Sie – den Schriftverkehr, die Wahrnehmung des Gerichtstermins bis hin zu einer Klage vor Gericht.

Um Ihre Erstanfrage juristisch prüfen zu können, benötigen wir einige Informationen von Ihnen. Diese können Sie uns bequem per E-Mail oder Fax zukommen lassen.

Bitte senden Sie uns dazu die Bestätigung über die Buchung der Veranstaltung, sowie Belege über Aufwendungen in diesem Zusammenhang zu. Wir prüfen kostenlos, ob diese erstattungsfähig sind und senden Ihnen zeitnah unsere Ersteinschätzung, sowie Informationen zu dem weiteren Vorgehen zu.

Telefax: 0221-98658862

E-Mail: info@veranstaltungsausfall.koeln

 

Adresse:

Sabrina Thewes

Rechtsanwälte am Malzbüchel
Am Malzbüchel 6-8
50667 Köln

 

 

Köln, den 31.08.19